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Streaming Mutmaßlicher Betreiber von Kino.to-Nachfolger verhaftet
Ein weiterer mutmaßlicher Betreiber von Kino.to ist gefasst. Er soll auch Nachfolgeportale der Streamingplattform aufgebaut haben.
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Der letzte flüchtige Verdächtige des Teams von Kino.to ist gefasst. Beamte der sächsischen Sonderermittlungseinheit INES haben den Beschuldigten am Sonntagmorgen in der Nähe von Delmenhorst in Niedersachsen verhaftet, gab die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am 7. November 2011 bekannt.


Er soll einen oder mehrere der Kino.to-Nachfolger betrieben haben.

Im Juni 2011 hatte INES deutschlandweit über 20 Wohnungen und Geschäftsräume der mutmaßlichen Kino.to-Betreiber und Rechenzentren durchsucht und das Portal offline genommen. Zeitgleich erfolgten Durchsuchungen in Spanien und Frankreich. 13 Beschuldigte wurden festgenommen. Die Plattform Kino.to hatte etwa vier Millionen Nutzer täglich.

Der jetzt Festgenommene sei seit Juni 2011 auf der Flucht gewesen. Er wurde zuletzt auch international per Haftbefehl gesucht. In den vergangenen Monaten soll er "am Aufbau und Betrieb eines Nachfolgeportals unter der Domain video2k.tv beteiligt gewesen sein", so die Staatsanwaltschaft weiter.

Laut Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) soll der Verhaftete einen mit Kino.to eng verbundenen Filehoster betrieben haben. Dieser habe für das Hochladen der über Kino.to erreichbaren Filme regelmäßig Geld gezahlt, erklärte die GVU. Nach der Schließung von kino.to habe der Verhaftete eine von ihm selbst betriebene Portalseite ausgebaut und beworben. "Am Vormittag des 28. Oktober 2011 enthielt diese illegale Portalseite 42 Links zu aktuellen Kinofilmen, nahezu 4.500 Links zu älteren Spielfilmen, die derzeit nicht mehr im Kino laufen sowie 477 Links zu TV-Serien", teilte die GVU mit. Alle diese illegalen Kopien waren auf mehreren Streamhostern gespeichert und konnten sofort, noch während des Downloads, angesehen werden.

Seit wenigen Tagen seien Nutzeranfragen an ein anderes neues Streaming-Portal weitergeleitet worden. Dieses neue Angebot, welches der Portalseite Kino.to sehr ähnlich sah, hatte ein Unbekannter vergangene Woche in einer E-Mail an Journalisten genannt und behauptet, er habe die Domain Kino.to vor drei Monaten für 1,5 Millionen Euro gekauft. Beide neuen Portale sind seit heute nicht mehr erreichbar.
Quelle: • golem.de share